Inhalt: Trog - weitere Informationen
Bei großen Ungleichgewichten zwischen Trog und Gegengewicht – etwa durch Wasserverlust des Troges – sind die Antriebe nicht mehr in der Lage, den Trog zu halten und er würde sich unkontrolliert mit zunehmender Geschwindigkeit in eine Endlage bewegen, wodurch das ganze System zerstört werden könnte. Um einen derartigen Katastrophenfall auszuschließen, erhält das Heberwerk eine Trogsicherung, die als Schraubengesperre ausgebildet und damit in jeder Trogstellung wirksam ist.
Jedem Einzelantrieb ist seine Trogsicherung zugeordnet, und befindet sich in seiner unmittelbaren Nähe. In einem längs geschlitztem Innengewinde (Mutterbackensäule) schraubt sich berührungslos eine Gewindespindel (Drehriegel) auf und ab. Die Mutterbackensäule ist mit dem Traggerüst fest verbunden, während der Drehriegel synchron vom Trogantrieb mit angetrieben wird.
Wird das Gleichgewicht zwischen Trog und Gegengewicht gestört, gibt ein mit Federn vorgespanntes Schwingungssystem, in dem das Antriebsritzel gelagert ist, nach. Der Antrieb wird abgeschaltet, das Spiel zwischen Mutterbackensäule und Drehriegel wird aufgebraucht und der Trog setzt sich auf der Trogsicherung ab und kommt zur Ruhe.
In den Anlegestellungen wird der Trog durch die Traghaltevorrichtungen – ebenfalls im Bereich der Antriebe – fixiert. Diese Vorrichtung hat die Aufgabe, Belastungsspitzen durch Schwall- und Sunkwellen – z. B. durch von Schiffen mitgebrachtes oder mitgenommenes Wasser – von den Antrieben fernzuhalten.
Der in den Anlegestellungen zwischen Trog und Haltung vorhandene Spalt wird mit der Spaltwasserdichtung verschlossen, bevor die Tore geöffnet werden.
Trog und Haltungen werden durch einseitig angetriebene Drehsegmenttore verschlossen.
Damit Havarien schnell behoben werden können, wird der Bereich der Antriebe, der Sicherung und der Troghaltevorrichtung von einem Einträgerhängekran abgedeckt. Er kann alle schweren Teile im Maschinenhaus aufnehmen und durch einen Montageschacht im Pylon auf Geländeniveau transportieren. Um die Bauteile im Maschinenhaus zu erreichen, sind die Maschinendächer abnehmbar.
In den rund 400 m langen Vorhäfen im Unter- und Oberwasser warten die Fahrzeuge auf Einfahrt in das Hebewerk. Vom unteren Vorhafen gelangen sie nach der Aufforderung zur Einfahrt direkt in den Trog. Vom oberen Vorhafen passieren sie erst ein Sicherheitstor und erreichen den Trog über eine rund 65 m lange Kanalbrücke. Das Tor auf dem westlichen Widerlager der Kanalbrücke verschließt im Katastrophenfall die Scheitelhaltung und verhindert damit deren Leerlaufen.