Inhalt: Informationen vom Baugeschehen
Neue Schleuse Kersdorf – Baufortschritt vom 15.11.2010
Im Auftrag des Wasserstraßen-Neubauamtes Berlin erfolgt zurzeit die grundhafte Instandsetzung und Verlängerung der Nordkammer der Schleuse Kersdorf an der Spree-Oder-Wasserstraße (SOW km 89,73), Landkreis Oder-Spree. Nach acht Monaten Bauausführung liegt das Bauvorhaben voll im Zeitplan, die neue Schleusenkammer ist bereits gut zu erkennen.
Das nebenstehende Bild vom 15.11.2010 zeigt im Vordergrund die Baugrube für das neue Oberhaupt der Schleuse. Nach dem Einbau einer Unterwasserbetonsohle wurde die Baugrube gelenzt (trocken gelegt), so dass nun mit dem Bau des neuen Oberhauptes begonnen werden kann. In Bildmitte erfolgt der Abbruch des alten Schleusenoberhauptes. Dazwischen wurde die Schleusenkammer mit Spundwänden aus Stahl verlängert. Die Trockenlegung der Schleusenkammer kann erst erfolgen, wenn der Abbruch des alten Oberhauptes abgeschlossen ist und eine Unterwasserbetonsohle in der neuen Schleusenkammer hergestellt wurde. Zur Kanalmitte hin wurde ein Fangedamm als Trennmole errichtet. Die Sparbecken der alten Schleuse mussten aus statischen Gründen verfüllt werden. Zum Umfang der Bauleistungen gehört auch der Neubau einer Warte- und Koppelstelle im Oberen Vorhafen.
Für das Bauvorhaben musste die 1904 errichtete Nordkammer der Schleuse Kersdorf für 24 Monate außer Betrieb genommen werden. Nach Abschluss der Bauarbeiten kann die neue Schleuse mit Motorgüterschiffen bis 110 m Länge passiert werden (bisher max. 67 m Länge). Die Gesamtkosten für das Projekt in Höhe von rd. 14 Mio. € trägt der Bund.