Inhalt: Havelkanal
Der Havelkanal wurde Anfang der 50er Jahre gebaut, um das damalige Stadtgebiet von Westberlin umfahren zu können. Er zweigt bei Niederneuendorf aus der Havel-Oder-Wasserstraße ab und mündet in der Nähe von Paretz in den Sacrow-Paretzer-Kanal (Untere Havel-Wasserstraße). Bei Schönwalde befindet sich die einzige Schleuse des Havelkanals.
Ursprünglich ist der Havelkanal für das 750-t-Schiff (Großplauer Maßschiff) bemessen worden. Bei einer Kanalbreite von ca. 33,00 m konnte dieses Schiff im Begegnungsverkehr fahren. Ausgebaut wurde der Kanal in einem Muldenprofil mit einer Sohltiefe von etwas mehr als 3,00 m. Der Havelkanal ist nicht gedichtet und hat kein Gefälle.
Die Ufer des Havelkanals wurden mit Hochwasserschutzdämmen versehen. Nach dem Bau mehrerer Schöpfwerke und der Anlage von Entwässerungsgräben konnten die angrenzenden landwirtschaftlichen Flächen intensiv genutzt werden.
Streckenweise verläuft der Havelkanal in den Moorböden der Wublitzrinne. Dort wurden die Hochwasserschutzdämme teilweise in den Untergrund eingesprengt. In diesen Bereichen kam es zu teilweise starken Setzungen der Dämme.
Der Havelkanal gehört von der Mündung in den Sacrow-Paretzer Kanal bis zum neuen Hafen des Güterverkehrszentrums (GVZ) Wustermark zum Projekt 17 der Verkehrsprojekte Deutsche Einheit. Damit soll die Wasserstraße bis zum GVZ an den westeuropäischen Ausbaustandard angepasst werden.
Der Havelkanal ist in folgende Planfeststellungsabschnitte (PFA) eingeteilt worden:
- Bauabschnitt Wendestelle
- Bauabschnitt Streckenausbau im Bereich des GVZ
PFA2 (km 22,90 bis 33,80) Streckenausbau
Mündung (km 33,80 bis 34,90) Einmündung in den Sacrow-Paretzer Kanal