Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen-Neubauamt Berlin

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Inhalt: Ufersicherung an der Bäkebrücke

Bäkebrücke

Die Bäkebrücke kreuzt den Teltowkanal bei km 17,56 im Zuge der Bäkestraße und verbindet die Ortsteile Lichterfelde-Ost und -West.
Als eine der 30 Teltowkanalbrücken wurde im Rahmen des Neubaues des Teltowkanals die damalige Brücke "Bekestraße" im Jahre 1907 neu erbaut. Die aus dieser Zeit vorhandene Uferbefestigung wies starke Schäden auf, die sich negativ auf die Standsicherheit der Brücke auswirkten. Aus diesem Grund wurden die Ufer unter der Brücke instand gesetzt. Die Instandsetzung erfolgte so, dass sie den geplanten Ausbau des Teltowkanals als Bestandteil der Umsetzung des Verkehrsprojektes Deutsche Einheit (VDE) 17 mit 4 m Wassertiefe und einer Breite von ca. 29 m nicht behindert.
Die Arbeiten begannen im Frühjahr 2001. Vor Beginn der eigentlichen Uferinstandsetzung war es notwendig, den Brückenüberbau zu sichern. Das ergab eine vom WNA Berlin beauftragte Verformungsanalyse (Ist-Zustand) und -prognose (Verhalten der Brücke während der Baumaßnahme sowie im Endzustand) zum Brückenbauwerk. Als Ergebnis dieser Gutachten mussten unter anderem die beweglichen Rollenwiderlager gerichtet werden. Dazu war es notwendig, die Brücke temporär um ca. 2 cm anzuheben und die Rollen zu entfernen. Anschließend erfolgte eine Lagekorrektur der unteren Auflagerplatten. Die Rollen wurden wieder eingefügt und die Brücke auf die ursprünglich vorhandene Höhe abgesetzt.

Beschreibung der Baumaßnahme

Die neue Uferbefestigung unter der Brücke besteht zwischenzeitlich aus einer einfach verankerten Stahlspundwand. Vor Einbau der Spundwände mussten die Widerlager mittels Verankerung gegen horizontale Verschiebungen gesichert werden. Dies war notwendig, da der Teltowkanal im Bereich der Bäkebrücke in einem Geländeeinschnitt liegt. Mit anderen Worten gesagt, die hohe Böschung hinter den Brückengründungen versucht die Widerlager in Richtung Kanal zu verschieben, was jedoch von den Ankern verhindert wurde.

Korrektur der Rollenlager Bäkebrücke Korrektur der Rollenlager
Verankerungsarbeiten am Widerlager Bäkebrücke Verankerungsarbeiten am Widerlager
neue Uferspundwand neue Uferspundwand
(im Hintergrund Ankerarbeiten)
 
 

Die Widerlager an sich sind auf Holzpfahlroste mit Rundholzrammpfählen (Länge: 25-30 m) gegründet. Da die wasserseitigen Holzpfahlreihen zum Kanal hin geneigt sind und diese Pfähle nicht beschädigt werden dürfen, ist es geometrisch nicht möglich, die Spundwände in statisch ausreichenden Längen einzubringen. Dies erzwingt aufwendige Konstruktionen für die Spundwandfußabsicherung, um die auftretenden horizontalen und vertikalen Kräfte aufzunehmen.
Zur Ausführung kam deshalb eine kurze Uferspundwand mit einer wasserseitig davor eingebrachter Fußabstützung, bestehend aus einer unverankerten Stahlspundwand. Zwischen dem Fuß der Uferwand und dem Kopf der Fußsicherungswand, deren Oberkante 50 cm unter der Kanalsohle liegt, ist ein Betonriegel eingebaut worden. Sämtliche Stahlspundwände wurden in vibrationsarmen Verfahren hydraulisch eingepresst.
In den unmittelbaren Anschlussbereichen wurden einfach verankerte Stahlspundwände ebenfalls durch hydraulisches Pressen eingebracht.
Die Ufersicherungsarbeiten wurden durch eine umfangreiche Beweissicherung begleitet.

Wie für alle vorgestellten Maßnahmen gilt auch hier:

Besteht ein Interesse an den Erfahrungen aus dieser Baumaßnahme, kann im Wasserstraßen-Neubauamt Berlin nachgefragt werden.